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Echte zweite Etappe: Diakofto zum Doxa See

 

Heute ging es wieder in die Vouraikos-Schlucht, diesmal allerdings mit dem Womo. Das Kloster Lavra, wo 1921 die griechische Freiheitsfahne geweiht wurde, gilt als Ausgangspunkt des Befreiungskampfes gegen die damals schon Jahrhunderte währende türkische Herrschaft im Land. Ein Muss für jeden Peloponnes-Besucher! Auch der geschichtsträchtige Ort Kalavrita lag auf der Strecke. In diesem Ort rächten sich 1943 Soldaten der Wehrmacht mit einem Massaker an der gesamten Dorfbevölkerung dafür, dass Partisanen 78 deutsche Soldaten getötet hatten. Die Turmuhr steht seit dem Zeitpunkt bis heute still. Ein riesiges Mahnmal erinnert an diese schreckliche Zeit.

 

Die weitere Fahrt durch enge Kurven und kleine Dörfchen verbringen einige vielleicht etwas bedrückt von diesen geschichtlichen Ereignissen. Es wird Zeit, dass wir an unserem herrlich gelegenen Plätzchen für diese Nacht wieder Leichtigkeit tanken. Das soll spätestens beim Aufstieg zum Kloster Agios Giorgios (Heiliger Georg) geschehen! Wir wundern uns bereits beim Hochgehen, was heute nur los sein mag: Ein Auto an dem anderen! Ich betone immer wieder, dass man sich sonst hier völlig allein befindet und ich vielleicht bislang insgesamt fünf Autos auf dieser Straße gesehen hätte. Heute sind es sicher zehnmal so viel!?! Als wir oben ankommen, kommen wir uns leicht underdressed vor und so verschwitzt wie wir sind noch weniger zum restlichen Publikum passend. In der sonstigen völligen Einsamkeit und Ruhe des Klosters tummeln sich heute Abend sehr viele schicke, ja herausgeputze Griechen, zum Teil mit großen Geschenktüten in der Hand. Unsere Vermutung wird dann im Innenhof bestätigt: Hier geht eine griechische Taufe vor sich! Nun, mit der Ruhe, die hier in der Abgeschiedenheit herrscht, wird es heute nichts und selbst die von uns mehrfach angepriesene süße kulinarische Überraschung geht etwas unter bei dem Trubel. Dafür entschädigt aber vielfach die Möglichkeit der Tauffeier in der kleinen über und über mit Gold und Ikonen geschmückten Kapelle beiwohnen zu dürfen! Was für eine unerwartete Abkehr vom Plan: Herrlich! Keine Überraschung ist dann aber der Name des kleinen Taufkindes, das Mädchen soll Giorgia heißen!

 

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Das sagen Mitfahrer:

"Euer Konzept 'So viel Leitung wie nötig und so viel Freiheit wie möglich' entsprach voll unserem Anspruch." 

Nicole & Achim aus München

 

"Wir sehen die Menschen in Marokko jetzt mit anderen Augen... es ist ein sehr freundliches und kontaktfreudiges Volk!"

Suzanne & Giancarlo aus der Schweiz

 

"Die Tour war super. Der Wechsel von Aktion und Ruhe, Städtetrubel und Abgeschiedenheit in der Natur, das Zusammentreffen mit Einheimischen, die kulinarischen Höhepunkte - alles war gut ausgewählt und wohl organisiert. Wir hätten viel versäumt ohne Euch!"

Jule und Hans