2. Tag: Assilah

Assilah - unsere erste Station in Marokko - ist bekannt als "Künstlerstadt". Hier findet jeden Sommer ein Kunstfestival statt, zu dem nationale und internationale Künstler zusammenkommen und viele Fassaden der Stadt neu gestalten. Jedes Jahr also verändert die kleine Medina ihr Aussehen.

Vera und Dieter...

...erlebten hier wie so viele Mitfahrer die ersten kleinen marokkanischen Abenteuer :)

 

Von Tarifa aus ging es – jetzt wieder komplett mit unserem Belgier, seinem Anhänger und dem Motorrad – nach Algeciras und von dort mit der Fähre nach Tanger. Schon im Fährhafen Algeciras fiel eine Gruppe Franzosen mit ca. 15 Mobilen unangenehm auf, schifften sie sich doch Stoßstange an Stoßstange ein und ließen keinen Platz für ein Reißverschlusssystem. Wir kamen trotzdem alle mit. Auf dem Schiff tranken wir einen Kaffee an der Bar und die Damenwelt flirtete ein wenig mit dem Barmann (o.k. - er war deutlich jünger, hat sich aber dennoch gefreut. Vielleicht lag es auch am Trinkgeld?). Jedenfalls verriet er uns wo genau der marokkanische Zollbeamte seine Passportkontrolle auf dem Schiff einrichtet und wie wir uns anstellen müssen damit wir als erstes dran kommen. Das funktionierte dann auch vorzüglich und wir waren bereits fertig als die Franzosen lärmend und meckernd ankamen und sich als letzte einreihten.

 

Die eigentliche Zollkontrolle in Tanger verlief ebenfalls unproblematisch. Wir waren auch hier die ersten die durch kamen. Unser Mobil stand in der prallen Sonne und der Zöllner gab sich mit einem flüchtigen Blick aus dem Schatten heraus und der Frage „Its yours?“ zufrieden. Die Franzosen haben wir dann gar nicht mehr gesehen …

 

In Asilah angekommen gab es eine Stadtführung durch Christian und Eva und wir gingen anschließend gemeinsam essen. Bei der Stadtführung stellten wir fest dass auch Katzen sehr belesen sein können (siehe Foto), beim Essen hatten wir einen ersten Einblick in die marokkanische Gastfreundschaft und das marokkanische Timing. Erst kamen die Pommes auf den Tisch, dann irgendwann das Hühnchen, nach 20 min dann auch der Fisch, der eigentlich als Vorspeise gedacht war. Egal. Allen hat es sehr gut geschmeckt.

 

Steffi...

ist dieses Bild aufgefallen, s. unten.

Es handelt sich hier um Kunstwerke von Schülern, die die Mauern ihrer Schule ebenfalls bemalt haben. Dies ist allerdings im ganzen Land so üblich. Die Bilder zeigen meistens den Erziehungsanspruch: mehrere Nationen in Frieden zusammen; Kinder, die Müll in den Mülleimer werfen; Aufrufe dazu, den ärmeren zu helfen etc. Ob die Erziehungsziele immer so erreicht werden, steht hier genauso in Frage wie in unseren Breitengraden :)

Da wir momentan leider nicht wirklich reisen dürfen, bestehen diese Blogeinträge aus meinen Erinnerungen oder Anekdoten, Geschichten und Bildern von Mitfahrern.

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Kommentare: 1
  • #1

    Birgit und Joachim (Mittwoch, 29 April 2020 11:26)

    Hallo Eva, hier unsere Geschichte zu Asilah:
    Durch einen Navigations- und Orientierungsfehler sind wir nach der Autobahnausfahrt Asilah mit unserem Wohnmobil mitten in den engen Straßen von Asilah auf einer kleinen Kreuzung mehrerer Gassen geraten. Fahrzeug wenden unmöglich.
    Es herrschte reges Markttreiben. Kurz vorm panisch werden sprang plötzlich ein marokkanischer "Engel" in einer Warnweste vor unser Womo und versuchte mit seiner Trillerpfeife auf sich aufmerksam zu machen. Er bedeutete uns ihm zu folgen, und so leitete er uns - während er die Menschen zur Seite scheuchte und feilgebotenen Waren verschob - durch eine enge Gasse zur nächsten Kreuzung.
    Dort angekommen gab er uns die weitere Richtung vor, Straße bis zum Ende und dann links, um an unser Ziel zu kommen. Nun wünschte er uns noch einen schönen Tag und verschwand.
    Wir befolgten seine Hinweise und kamen freudig und beruhigt am Treffpunkt an. Das tollste: über ein Ziel hatten wir uns nicht verständigt, es reichte ein deutsches Wohnmobil zu sein.
    Seid dieser Begegnung mit unserem "marokkanischen Engel" wußten wir: alles wird gut.
    Birgit und Joachim 2018
    Liebe Grüße

Das sagen Mitfahrer:

"Euer Konzept 'So viel Leitung wie nötig und so viel Freiheit wie möglich' entsprach voll unserem Anspruch." 

Nicole & Achim aus München

 

"Wir sehen die Menschen in Marokko jetzt mit anderen Augen... es ist ein sehr freundliches und kontaktfreudiges Volk!"

Suzanne & Giancarlo aus der Schweiz

 

"Die Tour war super. Der Wechsel von Aktion und Ruhe, Städtetrubel und Abgeschiedenheit in der Natur, das Zusammentreffen mit Einheimischen, die kulinarischen Höhepunkte - alles war gut ausgewählt und wohl organisiert. Wir hätten viel versäumt ohne Euch!"

Jule und Hans