24. Station: Fès und Meknès

Die beiden Königsstädte im Norden des Landes ziehen täglich viele Busladungen Touristen an - Fès mehr noch als das kleinere und unbekanntere Meknès. Da wir in den Städten mit den Wohnmobilen direkt im Zentrum stehen, ist hier insbesondere in Sachen Stellplatz schon viel unvorhergesehenes passiert. Gerade letzten Winter versuchten wir einmal wieder einen Übernachtungsplatz für die Womos in der Stadt Fès zu finden, da schon seit längerem die Übernachtung am Blauen Tor nicht mehr gestattet war. Mehrere Telefonate mit einem 5 Sterne Riad bedurfte es, bis uns schließlich der Hotelchef zusicherte, dass es kein Problem sei, mit 10 Wohnmobilen bei ihm vor dem Riad zu stehen. Da ich Marokko mittlerweile zu Genüge kenne und solche Aussagen einzuschätzen weiß (IMMER nachprüfen!), fuhren wir als Einzelwomo der Gruppe voraus um uns ein Bild von der Lage zu machen. Es war relativ schwierig, in den recht engen Gassen voranzukommen, wir hatten ein Tor passiert, was immer bedeutet, dass man sich dem inneren Kern der Stadt (und damit tendenziell immer engeren Gassen) nähert. Aber noch hätten die anderen Womos auch durch gepasst. Angekommen am "Parkplatz" des Riads, stellte sich heraus, dass wir auf einem Platz, der für ca. 5 PKW gereicht hätte, mit 10 Wohnmobilen hätten parken sollen. Nun waren wir in einer Sackgasse, mussten drehen und wollten wie gekommen zurück, aber wir waren eine Einbahnstraße gekommen. Der Weg wieder heraus aus dem Gewirr sollte durch ein Nadelöhr großes Tor wieder auf die große Hauptstraße führen, ein SUV hätte Schwierigkeiten gehabt da durchzupassen!! Also im Rückwärtsgang wieder zurück zur letzten Kreuzung und dann wohl oder übel entgegen der Fahrtrichtung in die Einbahnstraße: Chaos PUR! Taxis, Handkarren-Führer, Esel, Menschenströme, wütende Anlieger - alle waren gegen uns (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes). Es war ein großer Stress da wieder heraus zu finden! Wir haben es aber schließlich geschafft und fanden sogar noch einen Übernachtungsplatz für ALLE Womos - PUH!

Übrigens darf man das den Einheimischen nicht übel nehmen (auch wenn das manchmal SEHR schwer fällt). "Nein" zu sagen oder "das geht nicht" kommt kulturell nicht wirklich vor, vor allem Gästen gegenüber. Was Wunsch ist und was Realität mögen viele nicht so genau unterscheiden - vielleicht klappt es ja mit Allahs Hilfe doch, Inshallah ;)

Video zu Meknès

Video zu Fès

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Das sagen Mitfahrer:

"Euer Konzept 'So viel Leitung wie nötig und so viel Freiheit wie möglich' entsprach voll unserem Anspruch." 

Nicole & Achim aus München

 

"Wir sehen die Menschen in Marokko jetzt mit anderen Augen... es ist ein sehr freundliches und kontaktfreudiges Volk!"

Suzanne & Giancarlo aus der Schweiz

 

"Die Tour war super. Der Wechsel von Aktion und Ruhe, Städtetrubel und Abgeschiedenheit in der Natur, das Zusammentreffen mit Einheimischen, die kulinarischen Höhepunkte - alles war gut ausgewählt und wohl organisiert. Wir hätten viel versäumt ohne Euch!"

Jule und Hans